Mo. 16.02.2026 – 19:30 Film „Schoah durch erschießen“

Montag | 16. Februar 2026 | 19:30 Uhr | NewYorck (Bethanien) | Mariannenplatz 2a | Berlin-Kreuzberg

Shoah durch Erschießen – Einsatzgruppen in der Ukraine | Regie: Roman Icard | FR 2008 – D 2014 | 85min, OmU

19:30 Anarchist Dinner (lecker)
20:00 Film „Schoah durch erschießen“

Die Bundeswehr ging aus der Wehrmacht, der SS und sonstigen militärischen Organisationen Nazideutschlands hervor. Ab 1960 waren 12.360 Offiziere Hitlers und 300 Führer der Waffen-SS in ihr vertreten. Das Wissen über die im 2.Weltkrieg begangenen Verbrechen dieser Organisationen hätte ausreichen müssen eine deutsche Armee nach der Zerschlagung des faschistischen Staates für immer unmöglich zu machen. Leider hat der kalte Krieg in Verbindung mit der kollektiven Verdrängung der Verbrechen dies verhindert.

Vor diesem Hintergrund und anlässlich des vergangenen Holocaust-Gedenktagesam 27.01.2026 wollen wir mit Euch bei unserem offenen Treffen im Februar den Film „Shoah durch Erschießen“ gemeinsam anschauen und darüber sprechen. Thema des Dokumentarfilms ist die Ermordung jüdischer Menschen in der Ukraine durch deutsche Erschießungskommandos. Es berichten Zeitzeugen und heute noch vorhandene Spuren dieser Verbrechen werden gezeigt. In der heutigen Ukraine liegen zwischen 1200 und 2000 Exekutionsstätten. In Osteuropa starben geschätzte 2 Millionen jüdische Frauen, Männer und Kinder am Rande von Erschießungsgruben. Getötet meist durch „ganz normale“ deutsche Männer von SS-Einheiten, Polizeibataillonen und aus der Wehrmacht.

Offenes Treffen des provisorischen anarchistischen Antikriegsrats | Montag | 16. Februar 2026 | 19:30 Uhr | NewYorck (Bethanien) | Mariannenplatz 2a | Berlin-Kreuzberg

7.2.26 – Vortrag und Diskussion: „Sexualisierte Gewalt – mehr als eine Kriegswaffe“

Vortrag und Diskussion am Samstag, 7. Februar 2026, 19:00, rauchfrei, barrierearm
ORT: aquarium (südblock) Am Kotti, Skalitzer Straße 6, 10999 Berlin

„Sexualisierte Gewalt – mehr als eine Kriegswaffe“


Sexualisierte Gewalt wird systematisch als Kriegswaffe eingesetzt. In Zeiten sogenannten Friedens und in kriegerischen Konflikten. In allen patriarchalen Gesellschaften und zu allen Zeiten.
Sexualisierte Gewalt ist eine Struktur zur Aufrechterhaltung patriarchaler Machtverhältnisse. Der Diskurs gegen Krieg und Militarisierung muss diese Strukturen thematisieren und bekämpfen, damit eine reale Friedensperspektive für alle Menschen entstehen kann.
Autonome Feminist*innen von Rheinmetall-Entwaffnen

Ausgehend von der These, das Militär ohne die Existenz des Patriarchats nicht funktionieren würde, steht die Frage im Raum, welche Bedeutung der Zuweisung binärer Geschlechterrollen zukommt.
Diese Zuweisung von Menschen in „Frauen und Männer“ stabilisiert Gewaltverhältnisse durch die Aufrechterhaltung und Reproduktion sozialer Geschlechter als Alltagspraxis auf allen gesellschaftlichen Ebenen.

Das Aufdecken dieser im kleinen bis ins Große wirkenden gesellschaftlichen Alltagspraktiken, die patriarchale Macht- und damit Gewaltverhältnisse aufrechterhalten, ist keine Frage eines akademischen Diskurses, sondern Ansatzpunkt für den antipatriarchalen und feministischen Widerstandes gegen jedes Militär.

Wir haben die Gruppe „autonome Feminist*innen von Rheinmetall-Entwaffnen eingeladen, die den Schwerpunkt auf sexualisierter Gewalt legen, die weit mehr ist als eine Kriegswaffe.

Mit dieser Veranstaltung wollen wir Gruppen, die gegen Krieg aktiv sind, dabei aber die Rolle des Patriarchats ausblenden, zur Auseinandersetzung auffordern.

Wir schlagen eine antimilitaristische Organisierung vor, die Militär und Patriarchat gleichermaßen angreift, schwächt und zersetzt.

Diskussionen können in kleinen Gruppen geführt werden, es wird auch Tische für FLINTA* only geben.
Der Raum ist barrierefrei.

Eine Veranstaltung mit „Autonome Feminist*innen von Rheinmetall-Entwaffnen“
von Provisorischer anarchistischer Antikriegsrat Berlin & AG Rührt Euch! Gegen Wehrpflicht, jeden Militär & Patriarchat

Autonom-feministische Organisierung

Montag den 19.1.2026 // 20.00 Uhr – Außerordentlicher Ratschlag zur Wehrpflicht

Weil wir wissen was auf dem Spiel steht – Darum Wehrerfassung Totalverweigern?!
Zum Stand Wehrpflicht, dem Fragebogen der Bundeswehr und gemeinsamer Aktionen dagegen
Für von Wehrpflicht Betroffene und zur Orientierung antimilitaristischen Widerstand

19.30 Anarchist Dinner (lecker)
20.00 Uhr Öffentlicher außerordentlicher Ratschlag / Input und Diskussion

mit:
AG Rührt Euch! Gegen Wehrpflicht, jedes Militär und Patriarchat
IDK – Internationale der Kriegsgegner*innen
Provisorischer anarchistischer Antikriegsrat

Beratungsflyer: „Zwei kleine Schritte für Dich – Zwei große Schritte gegen das Militär“ als PDF

Montag den 19.1.2026 // 20.00 Uhr
New York im Bethanien, Südflügel; Berlin-Kreuzberg
(kleiner Eingang in der Ecke, 2.Stock)

Samstag 22.11.25 – Kundgebung: 70 Jahre Bundeswehr – Hurra

Am Samstag 22.11.25 – 13:00 – S-Bahn Friedrichstrasse – Vor dem Showroom der Bundeswehr. Georgenstraße – Berlin
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70 Jahre Bundeswehr – Hurra
Unsere Glückwunsch zum Geburtstag!
Wehrpflicht für Alle!

Endlich gehts los. 70 Jahre haben wir auf den Einsatz gewartet. Kosovo, Afghanistan, Irak, Somalia. Nie hat ’s geklappt. Da muss erst Russland die Ukraine angreifen, damit endlich auch hier wieder zu den Waffen gegriffen wird.
Und super. Deutschland erkennt keine Deserteure an. Weder aus der Ukraine, noch aus Weißrussland oder Russland. Das ist richtig so.

Denn das zwingt alle Seiten den Krieg fortzuführen. Und wir können Waffen produzieren und liefern. Und Russland kann auch aufrüsten. Die berühmte Win-Win Situation. Denn darum geht’s.

Endlich: Kanonen statt Butter! Frisches Blut statt Weichspühlmittel! Jeder Mann an der Front ist eine Munition: jetzt einsetzen statt dummsparen!

Hört, Ihr Zögernden! Hört die Trommeln der kriegstüchtigen Zeitenwende in allen Ländern der Erde!
Schließt die Schulen! Öffnet die Kasernen! Ran an die Waffen
Mehr Metall, weniger Schokolade: Uniform auch für Zivilist*innen!

Wir fordern eine sofortige universale Mobilmachung, denn wir brauchen dringend für eine friedliche Zukunft: Krieg! Gerechten Krieg, freundlichen Krieg, Verteidigungskrieg, antiimperialistischen Krieg, Wirtschaftskrieg, antikolonialen Krieg, leider-leider-notwendigen-Krieg, Blitzkrieg, kapitalistischen Krieg, Stellungskrieg, Geschlechterkrieg, Kulturkrieg, Volkskrieg, totalen Krieg!

Tot auch den Veganen – Es geht um die Blutwurst.

Und damit: schneller Sieg, keine Pause, und ab ins nächste Blutbad!

Schneller, härter, siegreicher!
Denn: Demokratie heißt Engagement! Frieden heißt Handeln! Krieg ist Frieden! Dummheit ist Alterantivlos! Satire ist Terror. Stillstand ist Feigheit — Vorwärts ist Methodik. Und letztendlich Verantwortung heißt: macht, was wirklich zählt!

Die Zombiearmee des provozierenden anarchistischen Antikriegsrats zeigt’s Euch.
Kriegstüchtige Perfomance und blutiges Allerlei mit schriller Musik, garstigen Statements und fieser Lyrik

Am Samstag 22.11.25 – 13:00 – S-Bahn Friedrichstrasse – Vor dem Showroom der Bundeswehr. Georgenstraße – Berlin

Samstag 22.11.25 – Kundgebung: 70 Jahre Bundeswehr – Hurra

Am Samstag 22.11.25 – 13:00 – S-Bahn Friedrichstrasse – Vor dem Showroom der Bundeswehr. Georgenstraße – Berlin
70 Jahre Bundeswehr – Hurra
Unsere Glückwunsch zum Geburtstag!
Wehrpflicht für Alle!

Endlich gehts los. 70 Jahre haben wir auf den Einsatz gewartet. Kosovo, Afghanistan, Irak, Somalia. Nie hat ’s geklappt. Da muss erst Russland die Ukraine angreifen, damit endlich auch hier wieder zu den Waffen gegriffen wird.
Und super. Deutschland erkennt keine Deserteure an. Weder aus der Ukraine, noch aus Weißrussland oder Russland. Das ist richtig so.

Denn das zwingt alle Seiten den Krieg fortzuführen. Und wir können Waffen produzieren und liefern. Und Russland kann auch aufrüsten. Die berühmte Win-Win Situation. Denn darum geht’s.

Endlich: Kanonen statt Butter! Frisches Blut statt Weichspühlmittel! Jeder Mann an der Front ist eine Munition: jetzt einsetzen statt dummsparen!

Hört, Ihr Zögernden! Hört die Trommeln der kriegstüchtigen Zeitenwende in allen Ländern der Erde!
Schließt die Schulen! Öffnet die Kasernen! Ran an die Waffen
Mehr Metall, weniger Schokolade: Uniform auch für Zivilist*innen!

Wir fordern eine sofortige universale Mobilmachung, denn wir brauchen dringend für eine friedliche Zukunft: Krieg! Gerechten Krieg, freundlichen Krieg, Verteidigungskrieg, antiimperialistischen Krieg, Wirtschaftskrieg, antikolonialen Krieg, leider-leider-notwendigen-Krieg, Blitzkrieg, kapitalistischen Krieg, Stellungskrieg, Geschlechterkrieg, Kulturkrieg, Volkskrieg, totalen Krieg!

Tot auch den Veganen – Es geht um die Blutwurst.

Und damit: schneller Sieg, keine Pause, und ab ins nächste Blutbad!

Schneller, härter, siegreicher!
Denn: Demokratie heißt Engagement! Frieden heißt Handeln! Krieg ist Frieden! Dummheit ist Alterantivlos! Satire ist Terror. Stillstand ist Feigheit — Vorwärts ist Methodik. Und letztendlich Verantwortung heißt: macht, was wirklich zählt!

Die Zombiearmee des provozierenden anarchistischen Antikriegsrats zeigt’s Euch.
Kriegstüchtige Perfomance und blutiges Allerlei mit schriller Musik, garstigen Statements und fieser Lyrik

Am Samstag 22.11.25 – 13:00 – S-Bahn Friedrichstrasse – Vor dem Showroom der Bundeswehr. Georgenstraße – Berlin

Montag 20.10.2025 Film „Sichten und Vernichten“

Offenes Treffen | Montag | 20.Oktober 2025 | 19 Uhr | NewYorck (Bethanien) | Mariannenplatz 2a | Berlin-Kreuzberg

Im Rahmen unserer kleinen Veranstaltungsreihe zur deutschen Gewaltgeschichte zeigen wir den Film „Sichten und Vernichten“ von Ernst Klee (1995). Dieser handelt von den Morden an Menschen mit Krankheiten und Behinderungen während des deutschen Faschismus und dem Umgang damit nach 1945. Das Wissen und die Erinnerung an diese Verbrechen sind noch immer gering ausgeprägt. Aktuell zeigt sich die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen z.B. durch die menschenverachtenden Positionen der AFD. Dies hat ebenso wie der Abbau des Sozialstaats – nicht zuletzt durch fehlende finanzielle Mittel aufgrund der Militarisierung – Folgen. So wird beispielsweise die Abschaffung von Pflegestufe 1 diskutiert.

Der provisorische anarchistische Antikriegsrat lädt Euch ein, nach einer Einführung in die geschichtlichen Hintergründe diesen Film zusammen anzuschauen und die aktuelle Situation zu diskutieren. Ab 20.00 Uhr gibt es dazu leckeres Essen vom Anarchist Dinner.

Zusatzinformationen zum Film „Sichten und Vernichten“ PDF-Dokument

28.09.2025 Vortrag beim Profeministischen Kongress:

16-18 Uhr Patriarchat und Binarität – Toxische Männlichkeit, Militär und Krieg
Vortrag des provisorischen anarchistischen Antikriegsrats

Der Profeministische Kongress findet im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a 10961 Berlin, statt.
Die nächstgelegenen U-Bahnhöfe sind: U-Bhf. Mehringdamm (U6) und U-Bhf. Gneisenaustr. (U7).
Die Buslinien 140 und M19 halten fast vor der Tür.

Militärlogik und Patriarchat gehören zusammen. Wir wollen unter anderem fragen: Warum wird dieser Zusammenhang in den meisten linken Gruppen systematisch ausgeblendet? Zerstört das Aufbrechen der toxischen, (binären) Geschlechterverhältnisse jedes Militär? Wenn das so klar ist, warum wird dann der Zusammenhang zwischen Militär und Patriarchat inhaltlich verflacht dargestellt oder bei vielen Aktionen und Demos zum Verschwinden gebracht?
Warum ist toxische Männlichkeit für die Männermaschinerie Militär unerlässlich?
Und stören Frauen, Queers oder Trans die Maschinerie Militär?

Die gewaltsame Herstellung und Durchsetzung der Macht- und Gewaltverhältnissen zwischen den Geschlechtern korrespondiert mit den Bedingungen um Kriege auch künftig führbar zu machen. Wenn wir die sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe (in Friedens- wie) in Kriegszeiten zum zentralen Moment unseres antimilitaristischen Widerstands machen, beinhaltet das auch die Chance vor die Kriege zu kommen?

Wie können wir eine klare queerfeministische/profeministische Haltung gegen jeden Krieg und jedes Militär in die Öffentlichkeit tragen, wenn diese klare und radikale antimilitaristische Position durch einen verwaschenen Antimilitarismus aufgeweicht wird. Wenn zwar die Kriege der derzeit Herrschenden abgelehnt werden, aber weder die Herrschaft als solche, noch das Militär als Instrument der Herrschaftssicherung in den Fokus genommen wird? Geschweige denn, die Bedeutung des Patriarchats für das Militär im internationalen Kontext. Wieso eigentlich »Patriarchale Kommandos entwaffnen«?

Wir wollen mit Euch über eine Perspektive diskutieren, die alle patriarchalen Kommandos entwaffnet und international und queer-feministisch denkt, um die daraus gewonnenen Erkenntnisse konkret und praxisnah zu übertragen.

Film zum Workshop

Provisorischer anarchistischer Antikriegsrat Berlin (Zusammenschluß, der seit drei Jahren Aktionen und Veranstaltungen macht. Schwerpunkt sind eine gegen jedes Militär und Patriarchat gerichtete Perspektive. Zuletzt bundesweite Mobilisierung gegen den Veteranentag der Bundeswehr.

Perspektivendiskussion um einen radikalen Antimilitarismus in Köln am 28.08.2025

Donnerstag 28.08.2025 um 14.30 Uhr auf dem „Rheinmetall entwaffnen – Camp“ in Köln

Perspektivendiskussion um einen radikalen Antimilitarismus

Gegen jeden Krieg – gegen jedes Militär! Das „Patriarchale Kommando entwaffnen“!

Mit Input um schnell in eine Diskussion zu kommen – Wieso eigentlich „gegen jedes Militär“?

Wie können wir eine klare Haltung gegen jeden Krieg und jedes Militär in die Öffentlichkeit tragen, wenn diese klare und radikale antimilitaristische Position durch einen verwaschenen Antimilitarismus aufgeweicht wird. Wenn zwar die Kriege der derzeit Herrschenden abgelehnt werden, aber weder die Herrschaft als solche, noch das Militär als Instrument der Herrschaftssicherung in den Fokus genommen wird? Geschweige denn, die Bedeutung des Patriarchats für das Militär im internationalen Kontext.

Wieso eigentlich „Patriarchale Kommandos entwaffnen“?

Militärlogik und Patriarchat gehören zusammen. Wir wollen unter anderem fragen: Warum wird dieser Zusammenhang in den meisten linken Gruppen systematisch ausgeblendet? Zerstört das Aufbrechen der toxischen, (binären) Geschlechterverhältnisse jedes Militär? Wenn das so klar ist, warum wird dann der Zusammenhang zwischen Militär und Patriarchat inhaltlich verflacht dargestellt oder bei vielen Aktionen und Demos zum Verschwinden gebracht?

Die gewaltsame Herstellung und Durchsetzung der Macht- und Gewaltverhältnissen zwischen den Geschlechtern korrespondiert mit den Bedingungen um Kriege auch künftig führbar zu machen.
Wenn wir die sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe (in Friedens- wie) in Kriegszeiten zum zentralen Moment unseres antimilitaristischen Widerstands machen, beinhaltet das auch die Chance vor die Kriege zu kommen?

Wir wollen mit Euch über die Perspektive einer sozialen Revolution diskutieren, die alle patriarchalen Kommandos entwaffnet und international und queer-feministisch denkt, um die daraus gewonnenen Erkenntnisse im Kampf gegen die Militarisierung, z.B. die kommende Wehrpflicht, konkret und praxisnah zu übertragen.

21. Juli 2025 – Veterantentag: Auswertung – Bilanz – Wie weiter? Offenes Treffen des provisorischen anarchistischen Antikriegsrats

21. Juli 2025, 19 Uhr – NewYorck/Bethanien – Mariannenplattz 2a, Berlin-Kreuzberg

Mit Film und Fotos von drinnen und draußen

Am 15. Juni fand erstmals der sogenannte „nationale Veteranentag“ als bundesweit abgefeierter Gedenktag für all jene statt, die ihre Haut jemals in das Mörderkleid Bundeswehruniform gesteckt und in den Dienst an der Waffe für die Bundesrepublik gestellt haben. Als wir das erfuhren war für uns klar, dass das nur ein weiterer Schritt hin zu noch mehr Militarisierung mit noch mehr Krieg ist.

Deshalb haben wir uns entschieden, schon Ende letzten Jahres eine bundesweit angelegte Kampagne dagegen auf die Beine zu stellen mit einer Reihe an Infoveranstaltungen und Texten. Unsere Vorfeldaktion am Berliner Schlachtensee hatte das „propagandistische“ Ziel, die Feierlichkeiten zum Veteranentag zum Desaster zu machen – darum hat die Polizei auf einen Abbruch des Veteranenlaufs hingewirkt. Für den 15. Juni selbst haben wir eine Kundgebung in unmittelbarer Nähe zu den zentralen Feierlichkeiten in Berlin organisiert und einiges erlebt. Davon werden wir erzählen und das ganze mit Film und Fotos untermalen. Wenn Ihr auch was beitragen wollt, kommt gerne vorbei.

Gut einen Monat später wollen wir mit euch diskutieren, ob wir unser Ziel erreicht haben. Inwiefern hat unsere Kampagne dazu beigetragen, dass die Beteiligung an der Veteranenparty weit geringer ausgefallen ist, als die Bundeswehr erwartet hat? Oder haben die sich einfach verschätzt? War unser Beharren auf den von uns erwählten Versammlungsort direkt vor einem der Eingänge mitverantwortlich dafür, den ungestörten Zugang zum Veteranenfest per Allgemeinverfügung freizuhalten und mit Hamburger Gittern für ein möglichst abgeschottetes Erscheinungsbild zu sorgen? Oder gab es noch andere Gründe?

Wie hat das Zusammenspiel mit anderen Aktivitäten des Tages funktioniert, z.B. mit dem Die-In sowie der Banneraktion drinnen und der Demo draußen? Wie können wir als Anarchist*innen in Zukunft mit Bündnissen autoritär-kommunistischer Gruppen umgehen, wenn die politischen Ausrichtungen weiterhin klar voneinander abweichen? Wie können wir eine klare Haltung gegen jeden Krieg und gegen jedes Militär in die Öffentlichkeit tragen, wenn diese eindeutig antimilitaristische Position durch einen verwaschenen Antimilitarismus aufgeweicht wird, der zwar die Kriege der derzeit Herrschenden ablehnt, aber weder die Herrschaft als solche noch das Militär als Instrument der Herrschaftssicherung?

Diese und auch gerne viele weitere Fragen wollen wir uns mit Euch nach einer kurzen Zusammenfassung der Ereignisse während des Veteranentags austauschen.

Danach wollen wir mit euch Ideen für weitere Aktivitäten gegen jeden Krieg und jedes Militär sammeln. Für das Ziel, gemeinsam mit euch vor die Kriege zu kommen, braucht es aus unserer Sicht eine anarchistische antimilitaristische Praxis. Wir laden Euch herzlich dazu ein, diese zusammen entwickeln, um handlungsfähig zu sein. Auch, damit es z.B. das nächste Mal nicht mehr vorkommt, dass wir auf indymedia die Infos zu den Feierlichkeiten des 70jährigen Beitritts der Bundeswehr zur Nato eines anarchistischen Maulwurfs zwar lesen (indymedia.org), aber in der Kürze der Zeit nicht reagieren können.