Pressegespräch & Hindernislauf am Schlachtensee, So. 8.6. um 09.30 Uhr

Gegen den „Run4Veterans“ am 8.6.2025 (und den Veteranentag am 15.6)

Pressemitteilung Nr. 2 des „Anarchistischen Antikriegsrat Berlin“ 4. Juni

Am 8.6. laden wir zu einem Pressegespräch am Schlachtensee ein.

Wir werden Fragen beantworten, die hinsichtlich der Kritik am Veteranentag (15.6.) am Reichstag aufgekommen sind. Anlass ist ein sogenannter „Run4Veterans“ rund um den Schlachtensee (8.6) den wir ablehnen.

Wir, ein Bündnis verschiedenster Menschen einschließlich Veteranen gegen jedes Militär, lehnen die in Deutschland, wie auch in anderen Ländern um sich greifende mentale Mobilmachung der Bevölkerung hinsichtlich einer zu erstrebenden „Kriegstüchtigkeit“ ab. Unsere Antworten auf die weltweiten Militarisierung sind andere. Unter anderem werden wir dies mit eine Kundgebung auf der Eberstr. / Ecke Scheidemann Str. – Dorotheen Str. vor dem Reichstag am 15.6. von 13.00 bis 20.00 Uhr zum Ausdruck bringen. Dort werden auch Militärverweiger*innen und Veteranen zu Wort kommen.

Das Pressegespräch am Schlachtensee ist ein Angebot an Medien, um sich ein Bild von antimilitaristischen Positionen zu machen, mit denen wir auch den sogenannten „Run4Veterans“ als militarisiertes Spektakel am Schlachtensee ablehnen. Militärs, die in Gestalt von Veteranen um den See rennen, sind eine Unverschämtheit und nicht zu akzeptierende Provokation. Dieser Werbelauf für Militär hat an einem See, der von unterschiedlichsten Berliner*innen zur Erholung genutzt wird, nichts verloren.

Es ist uns egal ob die Veteranen auf dem von einem selbsternannten „Wild Cat Laufteam“ durchgeführten „Run4Veterans“ sprinten, joggen oder gemütliches Walking betreiben. Wir ermuntern zu einem Hindernislauf, der in kreativer und satirischer Weise die rund 5,4 Kilometer zu einem Erlebnispark für die „Run4Veterans“ gestaltet. Der Schlachtensee ist öffentlich. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Wir demonstrieren bei unserem Pressegespräch auch einen Vorschlag für einen erfolgreichen Hindernislauf mit dem Namen „Hüpf,hüpf,hüpf“.

Zu dem öffentlichen Pressegespräch sind auch interessierte Anwohner*innen und Antimilitarist*innen aus ganz Berlin willkommen.

Mit freundlichen Grüßen für den „Provisorischen anarchistischen Antikriegsrat Berlin“
Simon Weiler (Presse-AG)

Für Medien-Vertreter*innen: Genauere Informationen zum Pressegespräche bei Rückmeldung – Kontakt – Interview-Anfragen etc.: antikriegsrat_berlin@riseup.net
Kamerateams nur nach Vorabsprache

Mobilisierungsclip gegen den Veteranentag und drohende Wehrpflicht: link
und zur Bundeswehr: link

Pressemitteilung als PDF

10. Juni queer-feministische Diskussionrunde gegen den Veteranentag

Dienstag, den 10.06.2025 Berlin in der Liniestr 206 um 19:00 Uhr

Küfa + Vortrag & Diskussion
Essen ab 19.00 Uhr
Vortrag startet 20.00 Uhr

Kurz vor dem Veteranentag veranstalten wir nochmal eine queer-feministische Diskussionrunde zum Zusammenhang von Krieg, Militär und Patriarchat. Es geht darum, eine queere, (pro-)feministische und antimilitaristische Analyse von Krieg und Militarisierung mit einer Prise Anarchismus zu würzen, um zur sozialen Revolution zu schreiten.
Dafür gibt es einen Input zum Zusammenhang von Krieg und Patriarchat, mit Bezug auf aktuelle Beispiele. Wir wollen besprechen, wie Männlichkeit und Militarisierung zusammen hängt und klären, was gemeint ist, wenn wir fordern, die patriarchalen
Kommandos zu entwaffnen!
Ziel ist es, eine queer-feministische Position in
der anarchistischen Auseinandersetzung zu Krieg sichtbarer zu machen und diese gemeinsam mit euch zu diskutieren.

Außerdem gibt es nochmal die letzten Updates zum Veteranentag am 15.6.

Bringt eure friends mit, wir freuen uns auf euch!

2. Juni – Aktiv gegen den Veteranentag – Veranstaltung & Vernetzung

Montag, 2. Juni 2025, 19:00 – im Mehringhof, Versammlungsraum, 2 HH, Gneisenau Str. 2a, Berlin-Kreuzberg

Gegen jeden Krieg – Gegen jedes Militär – Disarm patriarchy !

Wir befinden uns aktuell auf dem Weg in eine seit Ende des 2.Weltkriegs beispiellose weltweite Militarisierung an deren Ende nicht Frieden auf uns wartet, sondern: Krieg. Wenn wir nicht dagegen aufstehen. Der für den 15.Juni angesetzte nationale Veteranentag ist nur ein weiterer Schritt hin zur allgemeinen Militarisierung auch in Deutschland.

Wir rufen zu einem starken, kreativen und wilden Protest auf und organisieren eine Kundgebung gegen den Vetereanentag am Reichstag unter dem Motto: „Gegen jeden Krieg – Gegen jedes Militär! Disarm Patriarchy“.

Wir werden Veteranen aus allen (!) Ländern eine Bühne bieten, die gegen Krieg und jedes Militär ihre Stimme erheben wollen. Wir bieten Künstler*innen und antimilitaristischen, queer-feministischen, antifaschistischen und anderen Gruppen an, ihre Sicht auf Krieg und Militär mit uns zu teilen. Das als Familienfest getarnte Bundeswehrevent am Reichstag ist öffentlich zugänglich. Das heißt, alle Menschen können sich gerne diese militaristische Zusammenkunft auch mal näher kritisch anzuschauen. Und dann direkt davon berichten.

Auf der Veranstaltung bekommt ihr die letzten Updates zum Stand der Mobilisierung und wie der Veteranentag zu einem politischen „Rohrkrepierer“ werden kann. Und auch, wie Ihr uns noch unterstützen könnt.

Anschließend wird es einen Raum zur Vernetzung geben. Kommt vorbei und bildet Banden!

Pressemitteilung des anarchistischen Antikriegsrats Berlin – Kundgebung gegen den Veteranentag am 15.06.2025

Motto: Gegen jeden Krieg – Gegen jedes Militär! Disarm Patriarchy

Am 15.6.2025 soll ein sogenannter nationaler Veteranentag als staats-politisches, zentrales Ereignis u.a. am Reichstag veranstaltet werden. Zur Begründung sagt die Bundeswehr:
„Viele Veteraninnen und Veteranen haben persönliche Härten in Kauf genommen, um ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schützen. Am Veteranentag wird ihnen
dafür von ganz Deutschland „Danke“ gesagt.“

Sehen wir von der unverschämten Anmaßung ab, dass „ganz Deutschland“ sich hinter diesen nationalen Veteranentag zu einer Danksagung versammeln würde, stellt sich die Frage, wer eigentlich mit „Veteranen“ gemeint ist. Auch dazu liefert die Bundeswehr eine Antwort: „In Deutschland werden als Veteranen all jene Personen bezeichnet, die aktiven Dienst in den Streitkräften geleistet haben oder ehrenhaft ausgeschieden sind.“

Damit sind alle Personen gemeint, die seit 1955 jemals in der Bundeswehr gedient haben. Dazu zählen somit auch die ehemaligen (Unter-)Offiziere der Wehrmacht, die für den Aufbau der Bundeswehr unabdingbar waren. Dazu, dass diese Männer aus einem Militär kamen, das nachweislich an Kriegsverbrechen beteiligt war, kein Wort. Auch gilt das Dankeschön den Soldaten, die mindestens bis in die 1990er Jahre die faschistische Traditionspflege als festen Bestandteil in der Bundeswehr betrieben und diese den wehrpflichtigen Männern überstülpten. Keine Erwähnung findet, dass viele Wehrpflichtige den Bund, Befehl, Gehorsam und Drill zu verabscheuen gelernt haben. Sie werden in der Heldenhuldigung der Veteranen einfach vereinnahmt. Grabesstille auch um die „Zivilversager“, die totgesoffenen Veteranen, Selbstverstümmler und Selbstmörder im Militär. Tiefes Schweigen auch zu den katastrophalen Auslandseinsätzen, den traumatisierten Soldaten und z.B. zum Mord an der Zivilbevölkerung in Kunduz in Afghanistan 2009 – angeordnet und verantwortet durch den Veteran Oberst Klein.

Nein, dieser Veteranentag spricht nicht für uns, auch nicht für alle sogenannten Veteranen. Er dient der Kriegsertüchtigung der Gesellschaft, um mit der weltweiten Militarisierung Schritt zu halten. Soldaten allen Geschlechts sind zu Mördern ausgebildete Menschen und dies verdient kein Danke.

Wir rufen stattdessen dazu auf, an allen Fronten die Waffen niederzulegen und diese zu zerstören und die Front zu verlassen.

Die Wehrpflicht lehnen wir in jedem Land ab, weil eine Militarisierung der Gesellschaft die weltweiten Konflikte nicht lösen wird.

Wir rufen zu einem starken Protest auf, um den Veteranentag am Reichstag zu einem politischen „Rohrkrepierer“ werden zu lassen. Wir werden Veteranen aus allen (!) Ländern eine Bühne bieten, die gegen Krieg und jedes Militär ihre Stimme erheben wollen. Wir bieten Künstler*innen und antimilitaristischen, queer-feministischen und antifaschistischen Gruppen an, ihre Sicht auf Krieg und Militär mit uns zu teilen.
Dafür stellen wir eine Kundgebung unter dem Motto: „Gegen jeden Krieg – Gegen jedes Militär! Disarm Patriarchy“.

Anerkennung der Desertion und Militärverweigerung als Fluchtgrund !

Angemeldete Kundgebung mit Kulturprogramm von 13.00 – ungefähr 20.00
Ort Reichstag: Friedrich-Ebert-Str/Ecke Scheidemannstr -Dorotheenstr

Rückfragen/ Anfragen / Interview Pressekontakt: antikriegsgruppe@so36.net
Webseite: https://antikrieg.noblogs.org

Info: Der anarchistische Antikriegsrat Berlin ist ein Bündnis, welches seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine aktiv geworden ist. Wir haben seitdem Filmvorführungen, Demonstrationen, antimilitaristische Performance und Diskussionsveranstaltungen veranstaltet.
Zu Aktivitäten gegen den Veteranentag rufen wir derzeit bundesweit auf.

Mit freundlichen Grüßen

Termine gegen den Veteranentag

15. Juni ab 13 Uhr Protestkundgebung gegen den Veteranentag – Ebertstraße Ecke Doretheenstr. / Scheidemannstr. am Reichstag
8. Juni kritische Begleitung des Marsches um den Schlachtensee
2. Juni – 19 Uhr Vorbereitungstreffen für die Proteste gegen den Veteranentag am 15. Juni – im Mehringhof, 2. Hinterhof, Versammlungsraum – Gneisenaustr. 2a, U-Mehringdamm, Berlin-Kreuzberg