Offenes Treffen des provisorischen anarchistische Antikriegsrats | Montag | 18.Mai 2026 | 19 30 Uhr | NewYorck (Bethanien) | Mariannenplatz 2a | Berlin-Kreuzberg
Im Rahmen unserer kleinen Reihe zur deutschen Gewaltgeschichte möchten wir Euch nach einer Einführung in die geschichtlichen Hintergründe den halbstündigen Film „Der lange Weg der Sinti und Roma“ zeigen.
Am 16. Juli 1936 wurden frühmorgens über 600 Berliner Sinti und Roma von der Polizei unter Federführung des Hauptwohlfahrtsamtes in das Zwangslager Marzahn verschleppt. Das notdürftig hergerichtete Lager befand sich nördlich von Marzahn am Rande stinkender Rieselfelder. Von hier aus wurden Menschen aus dem Lager zuerst zur Zwangsarbeit in Berliner Firmen gezwungen, 1938 im Rahmen der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ nach Sachsenhausen und nach Kriegsbeginn 1939 nach Polen in Lager und Ghettos gebracht. Die meisten Sinti und Roma wurden jedoch 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Dem Rassenwahn der Nazis sind in Deutschland und Österreich ca. 25 000 Sinti und Roma zum Opfer gefallen. In ganz Europa wurden bis zu 500 000 Sinti und Romas vergast, erschossen oder sind in den KZs, Vernichtungslagern und Ghettos im Osten elendig zugrunde gegangen. Nach 1945 hat die Verfolgung und Demütigung der Sinti und Roma jedoch nicht aufgehört. In Westdeutschland wurden die Sinti und Roma erst spät als Opfer des Faschismus anerkannt.
Der Film aus dem Jahre 2022 konzentriert sich vor allem auf die Geschehnisse in der Nachkriegszeit. Nach dem Berlin-Monitor 2025 möchten 25 bis 30% der Berliner:innen Sinti und Roma aus der Innenstadt verbannt sehen. Für fast die Hälfte der Befragten sind Sinti und Roma an ihrer Diskriminierung selbst schuld.
Offenes Treffen des provisorischen anarchistische Antikriegsrats | Montag | 18.Mai 2026 | 19 30 Uhr | NewYorck (Bethanien) | Mariannenplatz 2a | Berlin-Kreuzberg
Mehr Informationen zum Film beim Zentralrat der Sinti und Roma.
